Hab' mich mal wieder als Dollmätscher versucht, von diesem in angelsächsichen Zungen verfassten Artikel:
http://uk.pc.ign.com/articles/110/1102939p1.html
In den letzten Monaten wurde schon viel über
GW 2 dem Vorzeigeprojekt von ArenaNet bekannt gegeben. Vom dynamischen Event-System, dass sicherstellen soll, dass der Spieler nicht zwei Mal das Gleiche machen muss, bis hin zur persönlichen Entwicklungsgeschichte jedes einzelnen Charakters, wo jeder auf seine individuelle Art und Weise zur Rettung Tyrias beitragen kann. Jedes Mal, wenn es etwas Neues gibt, läuft so manchem das Wasser buchstäblich im Mund zusammen, voller Spannung erwartend, wann denn nun endlich das Spiel für die Testphase freigegeben wird. Wir haben jetzt schon so einiges von den Zutaten bekannt gegeben, die in den großen Suppentopf namens
GW 2 geworfen wurden, sei es über das
Kampfsystem oder über die Geschichte. Heute soll es aber nicht um Spielentwicklung und Fortkommen im Spiel gehen, sondern um Ablenkung und Zerstreuung.
In
GW 2 wird es eine Reihe von solchen
Spielchen / Aktivitäten (activities) geben. Sie dienen in keinerlei weise der Weiterentwicklung des Charakters und haben auch keinen Einfluss auf das Spielgeschehen. Sie dienen einfach und allen der Unterhaltung und Zerstreuung des Spielers, der dem Monster töten müde geworden ist. Gewissermaßen ein kleiner Snack für zwischendurch. So kann man mit seinen Freunden (oder auch gegen diese) ein kleines Spielchen wagen.
Eines der lustigsten Spielchen innerhalb dieser
Aktivitäten wird wohl die Kneipenschlägerei werden. Dabei werden dem Spieler die Waffen genommen, jedoch kann er sich aus dem reichhaltigen Kneipen-Equipment bedienen. So kann man versuchen mit Bierhumpen dem Gegner einen neuen Scheitel zu ziehen oder man kann den tödlichen Inhalt einer Maß Bier dem Gegner ins Gesicht spucken, um ihn so zu benebeln, dass er komplett die Orientierung verliert und ihm dann den Gnadenstoß zu verpassen. Es wird alles andere als gesittet und gut organisiert von statten gehen, ganz im Gegensatz zu der Erwartungshaltung der sonstigen Kämpfe in
GW 2. „Das schöne an solchen Gimmics ist, dass man –wenn man denn möchte- grundsätzliche Spielmechaniken Außerkraft setzen kann“, sagt Spieleentwickler John Stumme.
Aber es wird natürlich nicht nur Kämpfe geben, sondern auch zahlreiche andere Aktivitäten, beispielsweise
verschiedene Instrumente die der Spieler nutzen kann. Auch eine
Schießbahn sollte es geben, allerdings ist derzeit noch nicht klar, wie das umgesetzt werden soll. Sollte es auf der
Spielmechanik aufbauen oder sollte es eher wie ein Ego-Shooter aufgebaut sein? Diese Fragen wurden im Team diskutiert, es wurde aber noch keine Lösung gefunden. Lassen wir uns also überraschen. Einigen dieser Aktivitäten soll man auch spontan beiwohnen können, bei anderen wird es eine Warteschlange geben. Noch ist unklar, bei welchen Aktivitäten welches zum Zuge kommt.
Eigentlich sollte die Teilnahme an diesen Aktivitäten
Belohnung genug sein, aber es soll auch etwas für Spieler geben, die Spaß und Vergnügen abgrundtief hassen, daher haben wir ein kleines Belohnungssystem eingeführt. „Es wird sowohl monetäre als auch nicht-monetäre Belohnungen für die erfolgreiche Teilnahme geben“ so Stumme. Als Belohnung könnte es Skins geben, die es so nirgendwo anders erhältlich sind. „Es werden auch die NPCs auf diese Aktivitäten reagieren. Wenn Ihr gerade während der Kneipenschlägerei die Gegner zum Feudeln benutzt, werden Sprüche von den Umstehenden kommen, wie ‚Ich sehe schon, Du kommst auch ohne meine Hilfe zurecht…’“.
Es wird auch wahrscheinlich sein, dass diese Aktivitäten an das Errungenschaften-/ Titel-System von
GW 2 angeschlossen werden. Es wird dabei wie bisher üblich ablaufen, dass entsprechende
Errungenschaften dokumentiert werden, abhängig von den Erfolgen. Es wird vermutlich auch wieder für einige Dinge entsprechende Titel geben, diese werden aber Account-gebunden sein, so dass man nicht mit verschiedenen Charakteren und der gleichen Aktivität seine Titel pushen kann. Der Grund dafür liegt in der Natur einiger Errungenschaften, z.B. wird eine Errungenschaft sein, alle Waffentypen im Spiel zu beherrschen und dies ist mit nur einem Charakter einfach unmöglich. Es wird durch Titel auch keine spielerischen Vorteile geben, ganz einfach aus dem Grund, wenn man einen Titel erreicht hat, braucht man keinen Extra-Push mehr, der einem mehr Vorteile verschafft.
Heldentaten (feats) werden auch gerade heiß im Team diskutiert. Das sollen tägliche Errungenschaften sein, um dem Spieler sehr direkte Belohnungen zukommen lassen zu können. Diese sollen selbstverständlich auch sehr unterschiedlich sein. Z.B. ein simpler Kill-Count, töten von 10,20, 100 Gegner zum erfolgreichen Abschluss der Heldentat. „Diese Dinge werden immer schwieriger mit erreichen einer bestimmten Stufe“, sagt Designer Curtis Johnsen. Es soll auch für das Töten von bestimmten Monstersorten Feats geben. Dies soll auch Gelegenheitsspielern die Möglichkeit geben einigermaßen schnell und abwechslungsreich aufsteigen zu können. Heldentaten werden im Hintergrund laufen und keinen Einfluss auf die Handlung in
GW 2 haben. Sie werden sich täglich ändern.
Persönlichkeit ist ein weiterer Aspekt, welcher in
GW 2 eingeführt wird. Auch bekannt unter Diplomatie, wird es den Typ von Charakter beeinflussen, den Ihr spielt. Über die Zeit werden die
NPC Dich einordnen, je nachdem wie Du Dich ihnen gegenüber verhältst. Dementsprechend wird sich das Verhalten der
NPC Dir gegenüber auch ändern. Ein knallharter Typ wird einen
NPC einschüchtern, um an etwas zu Essen oder einen Erfahrungsbonus zu kommen von Ihm zu erlangen. Ein mehr respektvoller Charakter wird hingegen kann dem
NPC helfen oder ihn anders überreden, ihm so etwas zu geben. Persönlichkeit wird eher kosmetischen Charakter für das Spiel haben, aber es soll dem Spieler helfen, sich mehr mit seinem Charakter zu identifizieren. Wenn Du eher ein Rollenspiel-Typus bist, wird das Persönlichkeitsfeature genau Dein Ding sein.
Als letztes Thema habe wir noch die
Karten (maps). Mit Karten kann man jetzt nicht so unbedingt etwas Neues und damit auch nicht so der Reißer, sind aber ein integraler Bestandteil von open-world MMO. „Es ist nichts bahnbrechend Neues“, stimmt Entwickler Ben Miller zu, „ist es ein Grundstein des gesamten Spiels“. Für
GW 2 haben sich die Entwickler nach neuesten Mapping Technologien umgeschaut und Teile bei Yahoo oder Google Maps abgekupfert. Damit wird es auch click & slide oder zoomen geben. Um von einer Seite der Karte auf die andere zu kommen wird es voraussichtlich Asura Portale geben, die in den größeren Städten zu finden sein werden.
Um ganz ehrlich zu sein, wir waren ebenfalls erstaunt über das Aktivitäten System. Bisher ist Guild Wars nach Außen gut abgeschirmt, gerade zu ernst. Aktivitäten erlauben es den Entwicklern auch deren Marotten und Schrullen ausleben zu können, dem Spieler wird es ermöglicht, einmal kräftig Dampf abzulassen, ohne eine neue Quest machen zu müssen. Wir können es kaum abwarten, das Spiel zum ersten Mal auf der Gamescom im August auszuprobieren…