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Lord Antodias

Chefentwickler
GWCom-Team

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1

Dienstag, 22. Juni 2010, 02:02

Guild Wars und die ABCs

Matthew Medina, seines Zeichens Content Designer, hat einen neuen Eintrag im offiziellen ArenaNet-Blog veröffentlicht. Er war schon bei der Entwicklung von Guild Wars: Prophecies beteiligt und hat damals das tyrianische Alphabet entwickelt, später auch das aus Cantha und auch das der Asura. Als die Spieler die versteckten Symbole in Tyria entdeckten und diese "übersetzten", fühlte er sich geschmeichelt, was wohl auch der Grund war, dass in Guild Wars 2 es nur so von neuen Alphabeten wimmeln wird und Spieler, die sich dafür genauso begeistern lassen wie Medina selbst, diese voll auskosten können, wenn sie es wollen.

Diese teilweise neuen Schriften werden überall präsent sein, vor allem in den Ruinen und tiefen Winkeln der Welt wird man das alt-asurische, alt-kytanische und alt-ascalonische Alphabet finden; das meiste (z.B. auch die Schrift auf den Screenshots) ist jedoch das neu-krytanische Alphabet. Es wurde ursprünglich von den Menschen, Norn und Asura entwickelt, um sich besser verständigen zu können, profitierte jedoch von dem technischen Fortschritt der Charr, die den Buchdruck erfunden haben, so dass jeder in Tyria die Möglichkeit hat sich zu bilden um die Weltschrift verwenden zu können. Auch die neugeborene Rasse der Sylvari lernte diese Schrift.

Die genau Entstehung der Schrift und weitere Details kann man im Blog nachlesen.

Links:

2

Dienstag, 22. Juni 2010, 02:34

WoW, dass die sich darum kümmern... Ist irgendwie ungewöhnlich, aber ich finds gut, dass sich auch um soetwas gekümmert wird und dass man auch darüber was erfährt.
Die Geschichte der Sprachen wäre auch mal interessant, immerhin lernten die Menschen in EotN lauter andere Species kennen und diese hatten direkt dieselbe Sprache. Ich glaube kaum, dass alle Völker die gleiche Sprache entwickelten...

Hannes VanDer Werft

Redakteur
GWCom-Team

Wohnort: Hamburg

Charaktername (GW2): Hannes / Grimm vander Werft

Heimwelt: Riverside / Flussufer

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3

Dienstag, 22. Juni 2010, 12:38

Ich hatte mal wieder etwas zu viel Zeit, daher findet Ihr hier eine Übersetzung des kompletten Artikels (nach bestem Wissen und Gewissen erstellt). Also wayne es interessiert... :whistling:



Erlaubt, mich als erstes vorzustellen: Mein Name ist Matthew Medina und ich bin einer der Content Designer von ArenaNet – was nur eine nette Umschreibung dafür ist, dass ich einer derjenigen bin, die den Spielern klasse und knifflige Aufgaben geben. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen und Euch vorstellen was ich und ein paar Andere aus dem Team erschaffen haben, um den Spielern neue spannende Aufgaben ersonnen haben.

Hoffentlich hat mittlerweile jeder mitbekommen, dass ArenaNet sehr viel Energie in die Erschaffung des Wahnsinns-Spiel Guild Wars 2 gesteckt hat. Außerdem hat hoffentlich auch jeder bemerkt, dass unser Team direkter mit den Fans über den Entwicklungsstand des Spiels kommuniziert, z.B. hier in diesem Blog. Als Teil dessen möchte ich einen Einblick in ein paar Details gewähren, wie wir ein ausgetüfteltes und hoffentlich lohnendes & interessantes Stück Geschichte in das Spiel integrieren. Im Besonderen möchte ich über die schriftliche Überlieferung & Sprache von Tyria sprechen und wie sie in Guild Wars 2 genutzt wird.

Es mag nicht so dramatisch sein, wie Neuigkeit über das dynamische Eventsystem oder so spannend wie die persönliche Charakterentwicklung, aber als Verehrer einer interessanten Geschichte in dieser Art von Spielen (und ich oute mich hier als großer Verehrer dessen), liegt mir dieses Thema sehr am Herzen.

Das Schriftensystem in Guild Wars 2 hat tiefe Wurzeln in Guild Wars und den nachfolgenden Kampagnen. Ich habe eine Schwäche für die Erstellung von Sprache und Symbolen, die ich schon als Mitglied des Teams um Guild Wars – Prophecies ausleben durfte. Ich erstellte eine einfache, verschlüsselte Runen-Schrift für eine Karte im zerstörten Askalon. Ich dachte nicht, dass jemand dies entdecken würde, doch zu meiner Überraschung haben tatsächlich einige eifrige Spieler diese Karte gefunden und gemeinsam haben sie die Runen übersetzt und das Alphabet entschlüsselt (eine Abwandlung des phönizischen Alphabets). Ich war geschmeichelt von dieser Hingabe und habe daher in den folgenden Kampagnen weitere Alphabete und Schriften entwickelt. Natürlich fanden sich hier auch wieder ehrgeizige Spieler, die diese neuen Schriften ebenfalls entschlüsselt haben.

Bereits zu Beginn der Entwicklung von Guild Wars 2 (und Dank der Hingabe der begeisterten Fans) wollte ich von Anfang an eine Sprache und Schrift integrieren, die alle bereits vorhandenen Sprachen & Schriften beinhalten, sowie ein paar neue. Nach Beratschlagung mit unseren Entwicklern und Planern, die von dieser Idee, die dem Spiel sehr viel Tiefe verleihen, sehr angetan waren, habe ich ein Sammlung der existierenden Sprachen und von neuen erstellt, die nach vorgegeben Richtlinien erstellt werden.

Eine kleine Kostprobe gab es bereits in den vorab veröffentlichten Screenshots auf dem Jahrmarkt Schild und dem „Reklametafel“. Natürlich war das, was ihr dort sehen konntet, nur die Spitze des Eisbergs. Übersetzbare Schriften, alte wie neue, werden all gewärtig sein in Tyria!

Wenn Du über die Marktplätze in Divinity’s Reach schlenderst, wirst Du alle Sorten von Schildern und Postern sehen, die Deine Aufmerksamkeit erheischen wollen. Der Zuckerwattestand genauso wie die Kräuterhexe werden die Tagesspezialitäten anpreisen.
Während Du die Tiefen der Ruinen Alt Askalons erforschst, wirst Du Runen einer längst vergangen Geschichte entdecken könnten. In den Laboratorien in Rata Sum wirst Du auf Hinweise auf mathematische Formeln eines verrückten Asura Elementaristen stoßen. Vielleicht wirst Du auch der erste sein, der einen bisher unbekannte verschollene Sprache stößt – wirst du derjenige sein, der sie übersetzen kann?

Das bringt mich zu einem anderen wichtigen Punkt, was Ihr über die unterschiedlichen Schriftsysteme von Guild Wars 2 wissen müsst. Entschlüsseln dieser Schriften und Alphabete wird 100% optional sein, ihr lest richtig: optional.

Wir sind uns bewusst, dass es nur eine kleine Minderheit geben wird, die dieses Feature voll ausschöpfen werden, aber wir glauben, dass so ein Feature die Welt ein Stückchen mehr authentisch machen wird und wir hoffen, dass der Spieler dieses auch so wahrnehmen wird und eine komplette Welt entdecken kann, inklusive Schrift und Sprache. Wir haben Richtlinien für die Anwendung diese Sprachen gesetzt, so dass der Spieler dieses Element des Fantasy Spiels erleben kann, ohne dass unnötige Lasten für Spieler entstehen, die dies nicht mögen bzw. wollen.

Das ist alles, was ich über die Schriften in Guild Wars 2 zu diesem Zeitpunkt bekannt geben möchte. Abschließend möchte ich noch einen kurzen Abriss der Geschichte des Neuen Krytanischen Alphabets geben, etwas, was Euch hoffentlich die Zeit bis zur nächsten Bekanntgabe von Details verkürzt. Schickt gerne weitere Fragen und Anregungen an unser großartiges Community Team.


Auszug aus dem „Kulturelle Verbreitung im zeitgenössischem Kryta“ geschrieben von Durmand Oberster Forscher Villem Caraga

Von 1070 AE, als die Char zum ersten Mal in Ascalon einfielen, bis 1075 AE, als Komir von der Göttlichkeit herabstieg, war das Schriftsystem noch nicht weitverbreitet in der Welt von Tyria. In den menschlichen Königreichen gab es keine gemeinsamen Anstrengungen solch spezielles Wissen weiter zu geben und ohne die notwendige Technologie wie beispielsweise des Buchdrucks, die jedem den Zugang zu Literatur und Wissen ermöglicht hätte, blieb dies in der Hand weniger einer Rasse. Als Konsequenz ergibt sich, dass die meisten Askalonier und Krytanier nicht gebildet in den eigenen Schriften waren, trotzdem ist es Teil ihrer Geschichte und Kultur.

Als die Askalonier in Kryta als Flüchtlinge eintragen, brachten sie auch ihre Kultur mit. Obwohl die Anhänger beider Kulturen sich mit einer gemeinsamen Sprache verständlich machen konnten, waren die Versuche, mittels Schriften zu kommunizieren eine Herausforderung, um es positiv zu formulieren.

In Alt-Krytan wurden eine Reihe von Symbolen verwendet, die üblicher Weise vertikal angeordnet wurden und eher Silben ähnelten als einem Alphabet. Aber diese Symbole gerieten in Vergessenheit bei den modernen Krytaniern, weshalb nur die hoch gebildeten davon noch Gebrauch machten. Sie sind immer noch auf einigen Druidensteinen, Ruinen oder wenigen anderen Plätzen zu finden. Aber größtenteils sind die nur noch Relikte einer längst vergangenen Zeit, vergessen vom Großteil der Bevölkerung.

Alt-Askalonier benutzen ein einfacheres Runen-Alphabet, welches vielseitig und einfach übersetzbar ist. Obwohl viele Askalonier ihre eigene historische Schrift nicht lesen oder schreiben konnten, so haben sie sie wieder erkannt an zeitgenössischen wie auch an historischen Gebäuden und Gegenständen.

Durch die sich ausbreitenden Chars in Askalon wurden die Askalonier zur Anpassung gezwungen. Die Ankunft und sich ausbreitenden Beeinflussung durch die Asura und Norn ab 1078 AE, mit Ihrer eigenen Kultur und Sprache, verkomplizierte die Angelegenheit weiter. Während diese Kulturen lernten miteinander zu leben und arbeiten, mussten sie sich auf eine gemeinsame Sprache einigen, nicht zuletzt um Verträge und Übereinkünften zwischen den Völkern Menschen, Asura und Norn zu regeln.

Die Organisation „Durmand Priory“ wurde ein primärer Katalysator, um ein einheitliches Schriftensystem aufzubauen, welches es den Gebildeten erlaubt eine einheitliche Datenbasis zu erschaffen, ohne mehrere Sprachen und Alphabete fließend lesen zu können. Natürlich waren die Älteren unter ihnen immer noch in der Lage, mehrere Sprachen zu lesen und damit alte Schriften zu verstehen und zu übersetzen. Durch die Bemühungen des „Priory“ und geschickte Verhandlungen der Repräsentanten wurde mit allen friedliebenden Rassen und Kulturen aus Tyria sich auf eine Kompromisslösung geeinigt. In einer weit reichenden Entscheidung, bei der als einziges die Asura gegen stimmten, wurden die Symbole Alt Krytans kombiniert mit mit der Einfachheit des Alt Askalonischen und somit wurde das Neu Krytanische Alphabet geboren. Das war im Jahre 1105 AE.

In den letzten 220 Jahren wurde Neu Krytan die Standard Sprache & Schrift und verbreitete sich in den menschlichen Königreichen, den asurischen Hochschulen sowie auch bei den Norn. Die „Durman Priory“ verbreitet auch Literatur und machten das Alphabet dem gemeinen Volk zugänglich, so dass jeder –der intelligent genug war- lesen konnte.

Heutzutage kann jeder Einwohner Tyrias, unabhängig seiner Herkunft, lesen und schreiben des Alphabet „Neu Krytan“ lernen. Dies schließt ebenso alte Feinde wie die Char, als auch neue Verbündet wie die Sylvari mit ein. Mittlerweile können alle in dieser Sprache kommunizieren und Kriegsabsprachen treffen, um der neuen Gefahr zu begegnen. Im Besonderen erhielt das Neu Krytan durch die industrielle Technologie der Char einen Vorschub, die die erste Druckerpresse entwarfen. Dieses hat das geschriebene Wort in ganz Tyria maßgeblich beeinflusst. Seit dem erscheinen Bücher, Schilder und ähnliches auch in den kleinstem Winkel der Welt.

Die Askalonischen Runen, Alt Krytanische Symbole und asurischen Schriften sind auch heute immer noch sichtbar, jedoch nur als Vermächtnis aus einer anderen Zeit. Die Zukunft, zumindest die nähere, wird in nur in einer Sprache niedergeschrieben sein, nicht zuletzt als Zeichen der Vereinigung der unterschiedlichen Rassen als ein Volk. Ein Volk, das um das Überleben kämpft und eine neue Geschichte schreiben wird.
:thumbsup: Die Axt im Haus spart den Zimmermann... :thumbsup:

Lord Antodias

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4

Dienstag, 22. Juni 2010, 13:02

Danke dir, habs mal verlinkt ;)

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